Wie entstehen Fältchen im Gesicht? Typen der Falten

Sonnenstrahlung, Gene, Hormone, Zeitablauf, Stress – das sind nur ausgewählte Gründe für die Entstehung der Fältchen im Gesicht. Wie entstehen sie und wann werden sie merklich? Welche Typen der Fältchen lassen sich nennen? Was beschleunigt die Entstehung von Fältchen?

Wie entstehen Fältchen im Gesicht?

Die Fältchen sind Folgen der Beschädigung der Hautstruktur und der Kollagen- sowie Elastin-Fasern. Der Mangel an Fältchen auf der jungen Haut ist damit verbunden, dass sie reich an diesen Eiweißstoffen ist. Das Gerüst, das der Haut die Straffheit garantiert, besteht nicht nur aus Kollagen und Elastin, sondern auch aus Hyaluronsäure (also einem natürlichen „Füller“). Im Laufe der Zeit gibt es immer weniger Bestandteile des Gerüsts und verringert sich ihre Qualität. Es gibt ebenfalls immer weniger Substanzen, die die Produktion der Gerüstelemente stimulieren, beispielsweise Vitamine A, E, C.

Wenn die Hyaluronsäure fehlt und Kollagen sowie Elastin zerstört werden, wird die Haut immer schlaffer. Das Tempo des Prozesses hängt von genetischen Faktoren, Lebensstil, Sonnenstrahlung, Pflegemethode, Hauttyp und Körperaufbau. Die trockene und empfindliche Haut altert schneller als der fettige und gemischte Teint. Die Fältchen entstehen schneller bei schlanken Frauen als bei etwas dickeren Personen, die mehr Fettgewebe haben.

Wann entstehen Fältchen im Gesicht?

Die Haut altert nach dem 25. Lebensjahr. Die mit der Alterung nicht verbundenen Mimikfalten können jedoch früher entstehen. Personen im Alter von ca. 30 Jahren können Krähenfüße bemerken, eine Dekade später werden Fältchen zwischen den Augenbrauen, an der Stirn und im Nasenbereich merklich. Die 50-jährigen Frauen bemerken schlaffe Wangen und Halsfalten. Nach dem 55. Lebensjahr wird die Gesichtshaut schlaff und faltig.

Typen der Fältchen im Gesicht

In Bezug auf die Ursache und das Tempo der Entstehung lassen sich folgende Fältchen unterscheiden:

Mimikfalten (dynamische Falten)
Sie erscheinen am schnellsten und werden durch die Mimik verursacht. Wenn wir irgendwelche Gefühle mit dem Gesicht ausdrücken, dehnt die Haut und runzelt. Die Mimikfalten sind anfangs lediglich bei konkreten Mienen sichtbar, im Laufe der Zeit kann die Haut nicht mehr lockern, deswegen werden die Fältchen gefestigt. Die Mimikfalten entstehen meistens im Lippen-, Augen- und Augenbrauenbereich sowie an der Stirn, also dort, wo die Haut infolge der Gesichtsreaktionen runzelt. Dieser Typ der Fältchen hängt vom Alterungsprozess nicht ab.

Gravitationsfalten
Sie entstehen infolge der Hautalterung und der Wirkung der Gravitation. Das sind tiefe Runzeln, die dann entstehen, wenn die Heut ihre Elastizität und Straffheit verliert. Die Fältchen entstehen im Bereich der Augenbrauen, des Halses und der Wangen.

Falten durch Sonne
Sie entstehen bei Personen, die sehr oft Sonnenbäder nehmen oder Solarium besuchen. Sie erscheinen meistens zusammen mit Pigmentflecken.

Alle Faltentypen können zusätzlich bezüglich ihrer Tiefe in zwei weitere Gruppen geteilt werden:

  • oberflächliche Falten, die maximal 0,5 mm tief sind und meistens im Augenbereich auftreten;
  • tiefe Falten, also senk- oder waagerechte Runzeln an der Stirn, an Wangen, am Dekolleté oder am Hals.

Was beschleunigt die Entstehung der Fältchen?

Äußere Einflüsse

Zu den Hauptgründen für die Entstehung der Fältchen gehören: UV-Strahlung, Stress und Zigarettenrauch. Unter dem Einfluss der Faktoren entstehen freie Radikale, also aktive Sauerstoffmoleküle, die viele schädliche Prozesse verursachen, z.B. Lipide und Eiweißstoffe in der Zellmembran der Haut zerstören. Es kommt ebenfalls zur Zerstörung der Enzyme, die das Funktionieren von Elastin und Kollagen beeinflussen. Eines ist sicher – die Haut altert schneller unter dem Einfluss der freien Radikale.

Stress schädigt die Haut etwas anders – unter dem Einfluss vom Stress wird Cortisol abgesondert. Der sog. Stresshormon beschädigt Fibroblasten, die Kollagen produzieren. Zigaretten (konkret: Nikotin und Toxine aus dem Zigarettenrauch) verursachen, dass Bindegewebsfasern keine einheitliche Struktur mehr bilden und Östrogene zerfallen. Auf diese Art und Weise wird die Haut schlaff. Durch das ständige Ziehen des Zigarettenrauchs entstehen strahlenförmige Fältchen um die Lippen herum, also die sog. Raucherfalten. Wenn Sie die Augen zukneifen, beschleunigen Sie die Entstehung der Krähenfüße.

Innere Einflüsse

Außer den Genen haben ebenfalls die Geschlechtshormone einen großen Einfluss auf die Entstehung der Fältchen. Das betrifft insbesondere Frauen während der Menopause – dann sinkt die Produktion der Östrogene, also der weiblichen Geschlechtshormone. Östrogene beeinflussen die Haut, genau die Fibroblasten, die Kollagen produzieren. Wenn es immer weniger Hormone produziert wird, gibt es immer mehr Kollagen – infolgedessen verliert die Haut ihre Elastizität und Dichte.

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